Christoph Sonntag im dritten e-mobil BW Kurzinterview „Baden-Württemberg elektrisiert – persönliche Erfahrungen mit Elektromobilität“
Heute im Kurzinterview: Der schwäbische Kabarettist Christoph Sonntag. „Ich bin oft e-mobil unterwegs, damit wir eine bessere Verkehrs- und Umweltsituation bekommen.“
e-mobil BW: Herr Sonntag, in diesen Tagen sieht man an der Autobahn Ihr Statement: „Ich fahre vorausschauend, damit es hinten nicht scheppert.“ Könnten Sie auch sagen: „Ich bin oft e-mobil unterwegs, damit wir eine bessere Verkehrs- und Umweltsituation bekommen?“
Christoph Sonntag: Das kann ich tatsächlich sagen: Zum einen nutze ich in Stuttgart das car2go Angebot mit E-Smarts. Da bin ich Mitglied und wann immer ich nicht auf Öffentliche zugreifen kann oder auch will – es wird manchmal ein bisschen schwierig, weil man nicht immer angesprochen werden will – dann nehme ich mir ein car2go-Fahrzeug. Ich finde das ist eine super Aktion. Macht Spaß und ist auch sehr angenehm. Vor allem – man stellt den Smart einfach in der Stadt irgendwo hin und kann dann seine Termine wahrnehmen. Ich muss danach nicht mehr in eine Tiefgarage runter, wo ich dann üblicherweise mein Auto nicht mehr finde, sondern schnapp mir das nächste elektrische Carsharing-Fahrzeug. Wenn das nicht geht, fahre ich mit der S-Bahn oder steige ins Taxi. Da bin ich sehr flexibel. Und zum zweiten habe ich das große Glück, dass ich ein Hybrid-Fahrzeug aus einer Zuffenhausener Edelschmiede fahre, mit dem das Fahren sehr viel Spaß macht und wo ich auch in Stuttgart zumindest die ersten 45 km immer mit Strom fahre. Wenn wir zur Show fahren, dann nehmen wir unseren Hybrid-Cayenne, weil da auch viel Equipment geladen ist. Dann fahren wir die ersten 45 km mit Strom und dann schaltet der Motor an und dann verbrennen wir Benzin – wie das halt so ist. Und wir haben noch ein zweites Fahrzeug, das ist auch ein Hybrid, ein Panamera, weil wir Partner von Porsche sind. Kurz: kurze Strecken legt das Büro Sonntag mit Strom zurück.
„Ich stell mir vor, dass irgendwann die ganzen Straßen und Autobahnen stromerzeugende Beschichtung haben und diese Energie über Induktion direkt an die Autos abgeben.“
e-mobil BW: Welche Chancen sehen Sie, Herr Sonntag, durch Ihre Prominenz und durch Ihre öffentliche Sichtbarkeit dazu beizutragen, dass das Thema E-mobilität noch weiter nach vorne kommt?
Christoph Sonntag: Man sieht mich in der Straßenbahn, im car2go Auto und im vornehmen Hybrid-Fahrzeug. Die Sprache, die nach außen geht, ist eindeutig: Hier interessiert sich jemand für das Thema.
e-mobil BW: Wie soll im Jahr 2030 die mobile Welt im Ländle aussehen?
Christoph Sonntag: Kürzlich haben wir ja die Berichte gelesen, dass es gelungen ist, einen Beton zu erzeugen, der quasi über Photosynthese Energie erzeugt. Im Wirkungsgrad noch bei 2 Prozent, aber das sind eben auch hier die üblichen ersten Schritte. Ich stell mir vor, dass irgendwann die ganzen Straßen und Autobahnen stromerzeugende Beschichtung haben und diese Energie über Induktion direkt an die Autos abgeben. Dann hätten wir einen richtigen Abschied aus der fossilen Verbrennung. Ich möchte, dass Sie das schreiben, weil: wenn das in 50-60 Jahren gang und gäbe ist, können meine Enkelkinder sagen, der Opa hat´s damals schon gewusst.


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