Ute Vogt im vierten e-mobil BW Kurzinterview „Baden-Württemberg elektrisiert – persönliche Erfahrungen mit Elektromobilität“

Ute Vogt setzt sich als Stv. Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für nachhaltige Mobilitätslösungen ein

Heute im Kurzinterview: Ute Vogt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. „Ich bin oft mit meinem E-Fahrrad unterwegs oder auch mit dem elektrischen Angebot von car2go und habe damit bisher äußerst gute Erfahrungen gemacht.“ 

e-mobil BW: Frau Vogt, Sie sind in Stuttgart und Berlin beruflich viel unterwegs? Welche Rolle spielt dabei die Elektromobilität und welche Erfahrungen machen Sie persönlich damit?

Ute Vogt: Ich bin oft mit meinem E-Fahrrad unterwegs und auch mit dem elektrischen Angebot von car2go. Ich habe bisher äußerst gute Erfahrungen damit gemacht, weil ich vor allem mit dem e-Bike manche Strecken fahre, die ich sonst mit dem Auto fahren würde – insbesondere in Stuttgart mit seiner besonderen Topographie. Das e-Bike ist eine echte Ersatzanschaffung und es ist vor allem gesünder. Gerne kombiniere ich das e-Bike, aber auch das elektrische car2go-Angebot, mit dem ÖPNV. Die Elektromobilität eignet sich für den innerstädtischen Verkehr einfach ganz besonders. Ideal finde ich in der Region Stuttgart das e-Angebot von car2go. Das Fahren mit den E-Autos ist einfach sehr angenehm. Es ist wirklich wohltuend, dass es so ruhig ist. Man hat das Gefühl, man gleitet so dahin, ohne Einschränkung auf die Spritzigkeit des Fahrzeugs. Ich fahre mit dem Elektroauto häufiger Mal zum Flughafen oder in die Stadt. Das spart Parkkosten und das lange Suchen nach einem Parkplatz. Der Umlauf ist in Stuttgart sehr hoch. Irgendwo findet man immer eines.

In Berlin ist die Situation anders, dort gibt es Carsharing-Fahrzeuge leider fast nur mit normaler Motorisierung. Hier nutze ich eher den öffentlichen Nahverkehr und mein Fahrrad.

„Ich könnte mir vorstellen in 2-3 Jahren ein E-Auto zu kaufen“

e-mobil BW: Frau Vogt, welche Rolle spielt das Thema Elektromobilität im Rahmen Ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit?

Ute Vogt: Im Umweltausschuss befassen wir uns immer wieder mit dem Thema Elektromobilität. Wir überlegen uns beispielsweise, ob es nicht eine Chance gibt, Anreize zu schaffen, um auf E-Mobilität umzustellen. Wenn ich in Stuttgart die Feinstaubproblematik anschaue, dann wäre die E-Mobilität ein wichtiger Baustein, um diese Probleme zu reduzieren. Im Umweltausschuss gibt es deshalb immer wieder Debatten, was kann eigentlich helfen, die Anschaffung zu erleichtern. Da wird dann mit der Umweltministerin diskutiert, aber wir sind im Moment noch nicht überzeugt, dass für das Thema Elektromobilität ein einfacher Geldzuschuss reicht. Der Abstand des Kaufpreises zu den Normalfahrzeugen ist einfach noch sehr hoch. Und der rechtfertigt sich nur, wenn der Einsatz dann auch unkompliziert möglich ist für weitere Strecken.

e-mobil BW: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Elektromobilität?

Ute Vogt: Ich erhoffe mir für die Zukunft einen Technologiesprung, der die Batteriekapazitäten deutlich erhöht und damit die Reichweiten von Elektrofahrzeugen spürbar verbessert. Gleichzeitig brauchen wir eine Weiterentwicklung der Schnelladetechnik und die Förderung regenerativer Energien, damit die E-Autos mit ökologisch produziertem Strom fahren können. Ich könnte mir vorstellen in 2-3 Jahren ein E-Auto zu kaufen. Wenn die E-Autos noch etwas mehr Reichweite bekommen und auch die Leistung im Verhältnis zum Preis steht, dann werde ich mich sicher für diese nachhaltige Mobilitätslösung entscheiden. Durch die bisherige Nutzung bin ich von den Fahreigenschaften überzeugt.