GuEST – Gemeinschaftsprojekt Nutzungsuntersuchungen von Elektrotaxis in Stuttgart
Das Projekt soll ein Geschäftsmodell für den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Taxiverkehr entwickeln und die Akzeptanz der Elektromobilität bei Taxifahrern und ihren Fahrgästen erhöhen. Geplant ist der Einsatz eine Flotte von voraussichtlich fünf elektrisch angetriebenen Fahrzeugen in Stuttgart ab April 2014.
Ziele und Ergebnisse des Projekts
Ziel des Projektes GuEST ist es unter anderem, die Grundlage für ein tragfähiges Geschäftsmodell für den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Taxiumfeld zu spezifizieren. Das ist bisher weltweit noch nicht gelungen. GuEST verfolgt den Ansatz, herkömmliche nicht für den Taxibetrieb ausgelegte Elektrofahrzeuge im Probebetrieb einzuführen, um an diesen Fahrzeugen das entsprechende Umfeld zu erforschen. Das reicht von der Analyse der Einsatzbedingungen, Akzeptanz, Erwartungen und notwendige Infrastrukturen bis hin zu Betrachtungen hinsichtlich der Notwendigkeit einer Ladeinfrastruktur (Ort, Dauer, Technologie und Zeit). Weiterhin stehen die Anforderungen an die organisatorische Anbindung und Sicherheitsuntersuchungen im Taxibetrieb der Elektrofahrzeuge im Mittelpunkt. Darüber hinaus sollen die Erfahrungen und Einstellungen der beteiligten Taxifahrer und der Fahrgäste sozialwissenschaftlich untersucht werden. Anhand dieser Erkenntnisse soll es möglich werden, den Einsatz der Elektrotaxis so zu optimieren, dass selbst höhere Anschaffungskosten durch intelligenten Einsatz mit entsprechend hoher Fahrleistung relativiert werden.
Nicht zuletzt sollen die Taxifahrer des Schaufensters zu Botschaftern der Elektromobilität werden. Immerhin entstehen mit beispielsweise fünf Elektrotaxis und zehn Fahrten pro Tag aufs Jahr gerechnet mindestens 15.000 Fahrerlebnisse in den Elektrofahrzeugen. Der Projektpartner Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart eG sorgt im Rahmen von „GuEST“ für eine Software-Anpassung, die es Fahrgästen ermöglicht, Elektrotaxis ganz gezielt buchen zu können.
Nicht zuletzt sollen die Taxifahrer des Schaufensters zu Botschaftern der Elektromobilität werden. Immerhin entstehen mit beispielsweise fünf Elektrotaxis und zehn Fahrten pro Tag aufs Jahr gerechnet mindestens 15.000 Fahrerlebnisse in den Elektrofahrzeugen. Der Projektpartner Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart eG sorgt im Rahmen von „GuEST“ für eine Software-Anpassung, die es Fahrgästen ermöglicht, Elektrotaxis ganz gezielt buchen zu können.
Inhalte und Vorgehensweise des Projekts
Taxis legen in Großstädten viele Kilometer im Stadtverkehr zurück und sind daher grundsätzlich ein Einsatzfeld, in dem die Elektromobilität ihre Vorteile ausspielen kann. Allerdings sind die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen deutlich höher als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Zudem stellt der Taxiverkehr besonders hohe Ansprüche an deren Qualität, Zuverlässigkeit, Reichweite und Sicherheit.
Um zu erforschen, wie wirtschaftlich ein elektrischer Antriebsstrang unter diesen Voraussetzungen ist, statten die Wissenschaftler des FKFS die eingesetzten Fahrzeuge mit spezieller Messtechnik aus. Diese erhebt während der Projektlaufzeit unter anderem Nutzungsdaten wie Energieflüsse und -verbräuche sowie typische Streckenprofile. Somit wird umfassendes Datenmaterial über die technischen Anforderungen, die der Taxibetrieb an die Fahrzeuge stellt, generiert. Weiterhin untersuchen die Forscher, wie sich verschiedene Strecken mit anspruchsvollem Höhenprofil auf die Reichweite und damit auf die Einsatzfähigkeit der Elektrofahrzeuge im Taxibetrieb auswirken. Stuttgart mit 700 Taxen und seiner anspruchsvollen Topographie bietet hierfür großes Potential.
Für den Projektpartner Robert Bosch GmbH stellt GuEST einen wichtigen Feldversuch dar. Denn ein Taxi ist ständig in verschiedenen Fahrsituationen in Bewegung: Tägliche Stadtfahrten absolvieren die Fahrzeuge genauso wie längere Überlandfahrten. Mit Hilfe der Daten aus diesem permanenten Feldbetrieb lassen sich einzelne Bausteine optimierten und zu effizienten Systemen zusammenfügen. Ebenfalls wichtig für Bosch: Die Taxis werden die Elektromobilität im Alltag erlebbar machen. Das Unternehmen erwartet auch hier mehr Informationen zur Nutzerakzeptanz.
Um im Rahmen des Forschungsvorhabens möglichst realistische Nutzungsprofile zu erreichen, werden die fünf Elektrotaxis von Stuttgarter Taxiunternehmern mit festen Fahrern besetzt und kommen so unter realen Alltagsbedingungen zum Einsatz. Die Fahrer werden zu Beginn des Projekts gezielt für den Einsatz der Elektrofahrzeuge geschult.
Wie sich die Nutzung im Taxibetrieb auf die Elektrofahrzeuge konkret auswirkt, untersuchen regelmäßig die Experten des Projektpartners DEKRA Automobil GmbH. Alle drei Monate werden die Taxis im Hinblick auf besonderen Verschleiß oder andere Auffälligkeiten untersucht. Durch den Einsatz von mehreren baugleichen Fahrzeugen lassen sich Rückschlüsse auf die Auswirkung des Nutzungsverhaltens auf das jeweilige Fahrzeug ziehen.
Parallel zu den technischen Forschungsansätzen verfolgt „GuEST“ aber auch einen sozialwissenschaftlichen Ansatz. Dabei befragen Wissenschaftler des Projektpartners ZIRIUS der Universität Stuttgart die Fahrer und Fahrgäste der Elektrotaxis. Daraus können Erkenntnisse zur Akzeptanz der Technologie gewonnen werden und darüber hinaus Ansätze diese zu steigern.
Um zu erforschen, wie wirtschaftlich ein elektrischer Antriebsstrang unter diesen Voraussetzungen ist, statten die Wissenschaftler des FKFS die eingesetzten Fahrzeuge mit spezieller Messtechnik aus. Diese erhebt während der Projektlaufzeit unter anderem Nutzungsdaten wie Energieflüsse und -verbräuche sowie typische Streckenprofile. Somit wird umfassendes Datenmaterial über die technischen Anforderungen, die der Taxibetrieb an die Fahrzeuge stellt, generiert. Weiterhin untersuchen die Forscher, wie sich verschiedene Strecken mit anspruchsvollem Höhenprofil auf die Reichweite und damit auf die Einsatzfähigkeit der Elektrofahrzeuge im Taxibetrieb auswirken. Stuttgart mit 700 Taxen und seiner anspruchsvollen Topographie bietet hierfür großes Potential.
Für den Projektpartner Robert Bosch GmbH stellt GuEST einen wichtigen Feldversuch dar. Denn ein Taxi ist ständig in verschiedenen Fahrsituationen in Bewegung: Tägliche Stadtfahrten absolvieren die Fahrzeuge genauso wie längere Überlandfahrten. Mit Hilfe der Daten aus diesem permanenten Feldbetrieb lassen sich einzelne Bausteine optimierten und zu effizienten Systemen zusammenfügen. Ebenfalls wichtig für Bosch: Die Taxis werden die Elektromobilität im Alltag erlebbar machen. Das Unternehmen erwartet auch hier mehr Informationen zur Nutzerakzeptanz.
Um im Rahmen des Forschungsvorhabens möglichst realistische Nutzungsprofile zu erreichen, werden die fünf Elektrotaxis von Stuttgarter Taxiunternehmern mit festen Fahrern besetzt und kommen so unter realen Alltagsbedingungen zum Einsatz. Die Fahrer werden zu Beginn des Projekts gezielt für den Einsatz der Elektrofahrzeuge geschult.
Wie sich die Nutzung im Taxibetrieb auf die Elektrofahrzeuge konkret auswirkt, untersuchen regelmäßig die Experten des Projektpartners DEKRA Automobil GmbH. Alle drei Monate werden die Taxis im Hinblick auf besonderen Verschleiß oder andere Auffälligkeiten untersucht. Durch den Einsatz von mehreren baugleichen Fahrzeugen lassen sich Rückschlüsse auf die Auswirkung des Nutzungsverhaltens auf das jeweilige Fahrzeug ziehen.
Parallel zu den technischen Forschungsansätzen verfolgt „GuEST“ aber auch einen sozialwissenschaftlichen Ansatz. Dabei befragen Wissenschaftler des Projektpartners ZIRIUS der Universität Stuttgart die Fahrer und Fahrgäste der Elektrotaxis. Daraus können Erkenntnisse zur Akzeptanz der Technologie gewonnen werden und darüber hinaus Ansätze diese zu steigern.
Dateien und Dokumente
Partner des Projektes
Robert Bosch GmbH,
DEKRA Automobil GmbH,
Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS),
Universität Stuttgart – Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS),
Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart eG
DEKRA Automobil GmbH,
Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS),
Universität Stuttgart – Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS),
Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart eG
Ansprechpartner
Lampke, Agnes
Verwaltungsleitung
ZIRIUS
Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung
Universität Stuttgart
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Tel.: +49 711 / 685 87 210
Mail: [email protected]
Verwaltungsleitung
ZIRIUS
Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung
Universität Stuttgart
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Tel.: +49 711 / 685 87 210
Mail: [email protected]
