FAQ 12: Mit welchen Kosten für ein Elektroauto muss ich rechnen?
Bei der Kostenfrage ist zwischen den Anschaffungskosten und den Kosten für Unterhalt und Fahrbetrieb zu unterscheiden.
Die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen sind im Moment noch deutlich höher als bei konventionellen Fahrzeugen. Die Betriebskosten dagegen sind wesentlich geringer: Strom ist billiger als Benzin. Der durchschnittliche Preis für 100 Kilometer in einem E-Fahrzeug liegen bei ca. vier Euro. Das kann dazu führen, dass die sogenannten „Total Cost of Ownership“ (TCO) – die Gesamtbetriebskosten – bei Elektrofahrzeugen vergleichsweise geringer ausfallen als bei identischen Verbrennungsfahrzeugen, sofern die Fahrzeuge über eine ausreichende Jahresfahrleistung verfügen.
Einer der Hauptgründe für die hohen Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen ist der Preis der Lithium-Ionen-Batterie, der im Moment gebräuchlichsten Batterievariante für die Elektromobilität. Durch steigende Produktionsvolumen und bessere Fertigungstechniken werden die Kosten bei der Batterieherstellung und damit auch die Verkaufspreise sinken. Experten rechnen bis 2020 mit einer Halbierung der Preise.
Die folgende Grafik vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, dem Fraunhofer IAO und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) zeigt, dass batterieelektrische Fahrzeuge ab einem Ölpreis zwischen 100-150 $ US pro Barrel (das entspricht 75-113 Euro, Stand 2010) für den Kunden wirtschaftlich attraktiver werden als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Abbildung: 5-Jahres-TCO für 5 verschiedene Fahrzeuge (gekauft in 2020 und in Deutschland 14.500 km pro Jahr gefahren)
Quelle: www.green-and-energy.com
Quelle: www.adac.de/_mmm/pdf/Elektroautos_Marktuebersicht_Kenndaten_49KB_46583.pdf
Quelle: www.muse.iao.fraunhofer.de/content/dam/iao/muse/de/documents/Aktuelles/strukturstudie-bwe-mobil-2011.pdf, S. 39.


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