FAQ 37: Wie sehen die Prognosen zur Entwicklung der Elektromobilität aus, mit welchen Konsequenzen für die Automobilindustrie und Beschäftigung?
Praktisch alle Experten sind sich einig: Den neuen Antriebssystemen gehört die Zukunft. Zwar wird der Verbrennungsmotor nicht so schnell verdrängt werden, doch mittel- und langfristig verschiebt sich die Wertschöpfung hin zu Komponenten wie Batteriesystemen, Brennstoffzellen oder Elektromotoren. Das gehörte bisher nicht zum klassischen Repertoire der Autoindustrie. Der Systemwechsel führt somit zu einem Wandel der bisherigen Produktionsstrukturen, wenn nicht gar zu einem Strukturbruch.
Trotzdem wird durch den Wandel zur Elektromobilität in den nächsten zwei Jahrzehnten eine stabile Beschäftigungssituation in der Antriebsstrangproduktion erwartet. Wie sicher die Arbeitsplätze in den bestehenden Produktionsstrukturen bzw. in regionalen Automobilclustern sind, ist aber noch unklaEr, denn innerhalb der Wertschöpfungskette kann es zu massiven Verschiebungen und Umbrüchen kommen. In der Produktion von Antriebssträngen werden Kenntnisse in Elektrik und Elektronik immer wichtiger. Laut der Strukturstudie der e-mobil BW, des Fraunhofer IAO, des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH könnten in diesem Bereich unter optimaler Ausnutzung bestehender Potenziale in Baden-Württemberg nahezu 10.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Klassische Qualifikationen in Metall und Mechanik werden in Zukunft dagegen weniger gefragt sein.
Quelle: www.elab.iao.fraunhofer.de/content/dam/elab/de/documents/elab-zusammenfassung.pdf, S. 9 und S. 48ff.
Quelle: www.muse.iao.fraunhofer.de/content/dam/iao/muse/de/documents/Aktuelles/strukturstudie-bwe-mobil-2011.pdf, S. 5.


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