Tag: Neue Bürgerbeteiligung

Das LivingLab BWe mobil-Projekt „e-Bürgerbus“ ist erfolgreich gestartet

Wissenschaftler des Betriebswirtschaftlichen Instituts und des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen der Universität Stuttgart untersuchen gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Region, in wieweit durch bürgerschaftliches Engagement und den Einsatz der Elektromobilität der öffentliche Nahverkehr auf dem Land verbessert werden kann. Der Startschuss für das auf zwei Jahre angelegte Projekt „e-Bürgerbus“ ist im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung am 22. September in der Anwendungskommune Salach / Kreis Göppingen gefallen. Mehr …

Durchstarten in der E-Bike-Region Stuttgart

Wer in der Region Stuttgart mit dem Pedelec durchstarten will, kann das nun endlich tun. Fünf Landkreise der Region haben sich zusammengetan und arbeiten am Projekt “E-Bike-Region Stuttgart”. Mit dem Ziel, den Umweltverbund von Öffentlichem Personennahverkehr, Radverkehr und Fußweg weiter zu verknüpfen. Mehr …

eCube

Ziel des Projektes eCube ist die Erstellung eines mobilen in der realen Welt erlebbaren, architektonisch und ästhetisch ansprechenden POI-Systems (Point-of-Interest).

Die Besucherinnen und Besucher werden dort auf eine Reise durch die Elektromobilität entführt und können sich auf unterhaltsame Weise umfassend informieren. Mittels einer attraktiven architektonischen Hülle wird das LivingLab BWe mobil mit seinen Inhalten inszeniert, wodurch die Präsentation zu einem räumlichen und medialen Erlebnis wird.

Eine Software soll verraten, wie der Verkehr von morgen in der Region Stuttgart aussieht

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) forscht im Rahmen des Schaufenster-Elektromobilität-Projekts „eVerkehrsraum Stuttgart“

Das Schaufenster Elektromobilität Baden-Württemberg umfasst rund vierzig einzigartige Projekte. „eVerkehrsraum Stuttgart“ ist eines von ihnen. Projektleiter Dr. Martin Kagerbauer und sein Team vom Karlsruher Institut für Technologie haben sich eine besondere Aufgabe vorgenommen. Sie wollen die Abläufe und die Erfordernisse des Verkehrs mit Elektromobilität sichtbar machen. Mehr …

FAQ 1: Wussten Sie schon, welche große Vielfalt an Elektrofahrzeugen es eigentlich gibt?

Nicht nur der kleine City-Flitzer fährt heute schon mit Strom – die Palette an Elektrofahrzeugen ist riesig. Wie die folgende Grafik im Überblick von klein bis groß zeigt, reicht das Angebot von elektrisch betriebenen Zweirädern über Personenwagen, Arbeits- und Nutzfahrzeuge bis hin zu Bussen:

Abbildung: Die Vielfalt elektromobiler Fahrzeugkonzepte

Quelle: www.muse.iao.fraunhofer.de/content/dam/iao/muse/de/documents/Aktuelles/strukturstudie-bwe-mobil-2011.pdf, S. 9.

FAQ 10: Wo kann ich mein Elektroauto reparieren lassen?

Fallen Reparaturen an, die nicht den Hochvoltbereich betreffen, wie zum Beispiel Reifenwechsel, Austausch von Glühlampen oder Bremsbelägen, kann die Arbeit von jeder Kfz-Mechanikerin und jedem KFZ-Mechaniker in Autowerkstätten durchgeführt werden.

Sind aber der Akku oder die damit verbundene Leistungselektronik betroffen, muss ein eigens geschulter Mechaniker die Wartung der Hochvoltfahrzeuge vornehmen. Genaue Informationen zu den ausgewiesenen Fach- und Vertragswerkstätten bieten die jeweiligen Händler.

FAQ 11: Werden bei Elektrofahrzeugen spezielle Reifen montiert?

In verschiedenen Elektrofahrzeugen werden bereits spezielle Reifen verwendet, die den Rollwiderstand weiter senken. Dadurch geht weniger Energie verloren und die Reichweite wird erhöht. Zusätzlich haben spezielle Reifen durch ein geringeres Gewicht und eine verminderte Geräuschentwicklung positive Effekte. Diese innovativen Reifen können natürlich auch bei Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben eingesetzt werden.

Bisher gibt es verschiedene Modelle, sowohl von Premium-Herstellern als auch von Nachrüster-Firmen.

FAQ 13: Welche Fördermaßnahmen gibt es in Deutschland?

Bis Ende 2013 wird die Bundesregierung rund eine Milliarde Euro in Elektromobilität investieren. Der Schwerpunkt liegt in der Forschung und Entwicklung. Außerdem sollen Anreize auf der Nachfrageseite geschaffen werden:

  • Ordnungsrechtliche Maßnahmen: Geprüft wird im Moment die Einführung von Nutzeranreizen besonders im Straßenverkehrsrecht. Mögliche Anreize wären Sonderparkplätze oder eine Aufhebung von Zufahrtsverboten.
  • Steuerpolitische Maßnahmen: Reine Elektro-Pkws, die bis zum 31.12.2015 zugelassen werden, werden nicht wie bisher nur für fünf Jahre, sondern für zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.

Quelle: www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Artikel/IR/EHP/effizienzhaus-plus-elektromobilitaet.html

FAQ 15: Stimmt es, dass Elektrofahrzeuge vollständig emissionsfrei fahren?

Wenn der Strom für das Elektrofahrzeug komplett aus Erneuerbaren Energien stammt, fährt es tatsächlich fast emissionsfrei. Der CO2-Ausstoß liegt bei 5 g CO2/km. Generell können die Emissionen eines reinen Elektroautos – je nachdem wie der Strom erzeugt wird – zwischen 5 und 115 g CO2/km liegen (Basisjahr 2010). Im Vergleich dazu verursacht ein effizienter Dieselmotor 126 g CO2/km, wenn man die Emissionen im Betrieb und die Bereitstellung der Energie bzw. Fabrikation der Anlagen mit einberechnet.

Die folgende Grafik zeigt die CO2-Emissionen verschiedener Fahrzeuge im Vergleich (Stand 2011):

Abbildung: Übersicht CO2-Emissionen

Quelle: www.iao.fraunhofer.de/lang-de/images/downloads/elektromobilitaet.pdf, S. 46.

FAQ 17: Welche Reichweite hat ein Elektrofahrzeug?

Die Reichweite des Fahrzeugs hängt ab von

  1. der Größe der Batterie und
  2. dem Leistungsbedarf des Fahrzeugs.

Die theoretische Reichweite wird in der Praxis durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Fahrweise, Geschwindigkeit, Klimaanlage/Heizung, Ladung, Streckenprofil, Temperatur etc. spielen eine Rolle.

Bei einem Fahrzeug mit einer 30 kWh Traktionsbatterie und einem spezifischen Energieverbrauch von 15 kWh/100 km liegt die theoretische Reichweite bei etwa 200 Kilometern.

In einer Elektroauto-Marktübersicht des ADAC von April 2013 liegen beinahe alle Modelle in ihrer Reichweite unter der 200-Kilometer-Marke. Unter idealen Bedingungen kann man beispielsweise mit einem Smart fortwo electric drive 145 Kilometer zurücklegen, ehe eine Aufladung des Wagens erforderlich ist. Der BMW i3 fährt maximal 160 Kilometer bis zur nächsten Ladung. Der Tesla Roadster stellt hier eine Ausnahme nach oben dar. Er kommt laut ADAC 340 Kilometer weit. Eine Ausnahme in Sachen Reichweite bilden die Plug-In-Hybridautos und Range Extender, die durch einen zusätzlichen Verbrennungsmotor deutlich größere Strecken zurücklegen können.

Quelle: www.green-and-energy.com

Quelle: www.adac.de/_mmm/pdf/Elektroautos_Marktuebersicht_Kenndaten_49KB_46583.pdf, S. 1-4.

FAQ 18: Wieso schwankt die Reichweitenanzeige in einem Elektroauto?

Die Reichweite eines Elektroautos ist von vielen verschiedenen Parametern abhängig. Einen Einfluss auf die Reichweite haben unter anderem die Art der Strecke (topographischer Anspruch und Straßenbelag), Klimaanlage/Heizung sowie die individuelle Fahrweise. Durch ökonomisches Fahren kann über Rekuperation Bremsenergie zurück gewonnen und in die Batterie gespeist werden, was sich positiv auf die Reichweite auswirkt.

Die Reichweitenanzeige wird jeweils auf Basis dieser verschiedenen Parameter berechnet. Das bedeutet: Sobald sich ein Parameter ändert, ändert sich auch die angezeigte Reichweite.

FAQ 21: Was kostet die „Tankfüllung“ für ein Elektroauto?

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit rechnet für ein Elektrofahrzeug der Kompaktklasse mit einem Verbrauch von etwa 18-20 Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometern. Bei einem für Privatverbraucher üblichen Tarif von 0,25 Euro je kWh belaufen sich die Energiekosten auf weniger als vier Euro pro 100 Kilometer.

Quelle: www.bmu.de/themen/luft-laerm-verkehr/verkehr/elektromobilitaet/erkenntnisse-auf-einen-blick

FAQ 22: Welche Möglichkeiten gibt es ein Elektroauto zu laden?

Hier gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten: Ein Elektroauto kann durch private Ladeinfrastruktur in einer Einzelgarage beziehungsweise auf dem privaten Stellplatz geladen werden oder aber an öffentlichen Parkplätzen und Straßenparkplätzen. Außerdem bieten sich halböffentliche Stationen in Parkhäusern, an Bahnhöfen, in Einkaufszentren und am Arbeitsplatz an. Gerade das Laden am Arbeitsplatz hat durch lange Standzeiten des Elektroautos große Vorteile. Auch eine Schnellladung oder ein kompletter Batteriewechsel sind mögliche Alternativen.

Die folgende Grafik zeigt die Lademöglichkeiten im Überblick und gibt entsprechende Vorteile und Nachteile an:

Abbildung: Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Vergleich

Eine Anschlussmöglichkeit zum Laden moderner Elektroautos wird als Wall Box bezeichnet. Sie ist leicht zu bedienen und kann von jedem Elektriker installiert werden. Durch eine Verriegelung beim Ladevorgang ist sichergestellt, dass niemand die Ladekabel abreißen oder beschädigen kann. Das Laden von Elektroautos dauert, in Abhängigkeit der Batteriekapazität und der Ladeleistung, zwischen vier und acht Stunden. Ist keine Wall Box oder Ladestation verfügbar, kann das Fahrzeug per Ladekabel mit einem Schukostecker an einer haushaltsüblichen Steckdose (entsprechende Absicherung muss sichergestellt sein) mit einer Spannung von 230 V und einer Stromstärke von 16 A in bis zu 12 Stunden vollständig geladen werden, während Fahrzeuge mit geringerer Batteriekapazität und Reichweite für den Ladevorgang über eine Haushaltssteckdose weniger als 3,5 Stunden benötigen. Für die Schnellladung dagegen wird ein spezieller Starkstromanschluss mit 400 V/32 A benötigt. Bislang verfügen nicht alle Elektroautos bei der Markteinführung über die Schnellladefunktion.

Quelle: www.iao.fraunhofer.de/images/studien/strukturstudie-bwe-mobil.pdf, S. 53.

FAQ 23: Wer darf vor Ladestationen parken?

Der Bereich vor Ladestationen stellt einen öffentlichen Straßenbereich dar und steht daher grundsätzlich der Nutzung durch Fahrzeuge jeglicher Antriebsform offen. Die aktuelle Straßenverkehrsordnung (STVO) enthält keine Privilegierung von Elektrofahrzeugen vor Ladesäulen. Ohne diese Privilegierung und ein damit einhergehendes generelles Verbot für das Abstellen von konventionellen Fahrzeugen auf diesen Flächen, besteht nicht die Möglichkeit Blockierer entfernen zu lassen.

Möglich ist ein Handeln auf kommunaler Ebene wie etwa Halteverbote (Zusatzzeichen „Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs frei“ als Zusatzzeichen 1026-60 STVO in Verbindung mit Verkehrszeichen der STVO). Dann dürfen vor Ladestationen nur Elektrofahrzeuge parken solange sie laden.

Die Stadt Hamburg und das Land Baden-Württemberg haben hierzu Bundesratsinitiativen gestartet. Ziel ist es, Städten und Gemeinden die Möglichkeit zu geben, Elektroautos und besonders schadstoffarme Fahrzeuge bei Parkplatz- und Parkgebühr-Regelungen zu bevorzugen.

Quelle: http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/bundesrat-fuer-privilegierung-von-elektroautos-und-schadstoffarmen-fahrzeugen

Quelle: www.zeit.de/auto/2012-05/infrastruktur-ladestation

FAQ 27: Wo erfahre ich, wo Stromtankstellen verfügbar sind?

Es gibt unterschiedliche Verzeichnisse von Ladestationen in Deutschland. Dazu zählt auch smarttanken.de, eine Webplattform mit Community und Mobile App, die vom ADAC und der YellowMap AG betrieben wird. Partner sind u.a. RWE, EnBW, Vattenfall und e-on. Derzeit hat smarttanken.de nach eigenen Angaben über 2.900 Ladestationen erfasst.

Abbildung: Verzeichnis der Ladestationen (smarttanken.de)

Neben den Geodaten einer Ladestation kann der Bürger nach folgenden Datenbank-Feldern suchen: Kontaktkoordinaten, Fotos, Anschlussart (Steckertypen), Eignung (E-Bikes, E-Autos, alle E-Fahrzeuge), Betreiberschaft (gewerblich, privat), Zugang (unbeschränkt, nur Anwohner, nur Angestellte, nur Mitglieder), Öffnungszeiten (24/7, nach Vereinbarung), Kosten (ja/nein), Stromart (Normalstrom, Ökostrom) etc. Außerdem existiert die Möglichkeit, bestehende Ladestationen zu melden und deren Eigenschaften anzugeben.

Quelle: www.smarttanken.de

FAQ 3: Ist ein Pedelec zulassungsfrei?

Ja. Beim Fahren mit einem Pedelec wird der Fahrer durch einen maximal 250 Watt starken Motor unterstützt. Das heißt die elektrische Fahrgeschwindigkeit ist auf die Höchstgeschwindigkeit 25 km/h begrenzt. Somit gilt das Pedelec als zulassungsfreies Fahrrad, es besteht keine Helm- und Versicherungspflicht. Der Fahrer braucht keinen Führerschein.

Quelle: www.adfc.de/pedelecs/recht/rechtliches-fuer-pedelec-fahrer

FAQ 30: Wie viele Ladestationen gibt es bisher in Deutschland beziehungsweise in Europa?

Die neue Kraftsstoff-Strategie der EU-Kommission sieht einen europaweiten Ausbau der Ladestationen vor. In Deutschland gab es laut einer Erhebung der Süddeutschen Zeitung Anfang 2013 rund 2.000 Ladestationen. Diese Zahl soll bis 2020 auf rund 150.000 Stationen erhöht werden.

Neben „smarttanken.de“, als ein Beispiel für ein deutsches Verzeichnis, gibt es im internationalen Kontext eine wachsende Anzahl an Ladestationen-Verzeichnissen. „Open Charge Map“ beispielsweise stellt Informationen zu Ladestationen auf der ganzen Welt zur Verfügung. Der Nutzer erfährt unter anderem, wo sich die Ladestation befindet, und erhält Informationen zu Steckertypen und der Ladekapazität der jeweiligen Station. Ziel von Open Charge Map ist die Bereitstellung einer globalen, freien und offenen Datenbank über die Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die von der breiten Öffentlichkeit für die breite Öffentlichkeit bereitgestellt und genutzt werden kann.

Quelle: www.zerocarbonworld.org/open-charge-map

Quelle: http://openchargemap.org/site

Quelle: www.sueddeutsche.de/wirtschaft/neue-kraftstoffstrategie-eu-kommission-fordert-hunderttausende-ladestationen-fuer-elektroautos-1.1581657

FAQ 32: Welche Elektroautos gibt es überhaupt am Markt?

Einen Überblick über alle verfügbaren Elektroautos und die wichtigsten Daten und Informationen gibt beispielsweise der ADAC.

Insgesamt sind zurzeit 41 Fahrzeuge auf dem Markt verfügbar, die ganz oder teilweise mit Elektroantrieb laufen. Sechsunddreißig Stück zählen zu den reinen Elektroautos, hinzu kommen drei Plug-In Hybride, sowie zwei Range Extender, die einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor kombinieren. Weitere fünf Elektroautos sind in Planung und sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen (Stand 04/2013).

Im Jahr 2014 kommen 14 Serienmodelle allein deutscher Hersteller auf den Markt.

Quelle: www.adac.de/_mmm/pdf/Elektroautos_Marktuebersicht_Kenndaten_49KB_46583.pdf

FAQ 37: Wie sehen die Prognosen zur Entwicklung der Elektromobilität aus, mit welchen Konsequenzen für die Automobilindustrie und Beschäftigung?

Praktisch alle Experten sind sich einig: Den neuen Antriebssystemen gehört die Zukunft. Zwar wird der Verbrennungsmotor nicht so schnell verdrängt werden, doch mittel- und langfristig verschiebt sich die Wertschöpfung hin zu Komponenten wie Batteriesystemen, Brennstoffzellen oder Elektromotoren. Das gehörte bisher nicht zum klassischen Repertoire der Autoindustrie. Der Systemwechsel führt somit zu einem Wandel der bisherigen Produktionsstrukturen, wenn nicht gar zu einem Strukturbruch.

Trotzdem wird durch den Wandel zur Elektromobilität in den nächsten zwei Jahrzehnten eine stabile Beschäftigungssituation in der Antriebsstrangproduktion erwartet. Wie sicher die Arbeitsplätze in den bestehenden Produktionsstrukturen bzw. in regionalen Automobilclustern sind, ist aber noch unklaEr, denn innerhalb der Wertschöpfungskette kann es zu massiven Verschiebungen und Umbrüchen kommen. In der Produktion von Antriebssträngen werden Kenntnisse in Elektrik und Elektronik immer wichtiger. Laut der Strukturstudie der e-mobil BW, des Fraunhofer IAO, des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH könnten in diesem Bereich unter optimaler Ausnutzung bestehender Potenziale in Baden-Württemberg nahezu 10.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Klassische Qualifikationen in Metall und Mechanik werden in Zukunft dagegen weniger gefragt sein.

Quelle: www.elab.iao.fraunhofer.de/content/dam/elab/de/documents/elab-zusammenfassung.pdf, S. 9 und S. 48ff.

Quelle: www.muse.iao.fraunhofer.de/content/dam/iao/muse/de/documents/Aktuelles/strukturstudie-bwe-mobil-2011.pdf, S. 5.

FAQ 38: Welche strategische Bedeutung hat die Elektromobilität für Städte?

Laut einer Studie von Fraunhofer IAO sehen viele Städte in der Elektromobilität vor allem eine Chance, ihre Verkehrsprobleme mittels neuartiger Mobilitätskonzepte und intermodaler Verknüpfungen mit dem ÖPNV in den Griff zu bekommen. Dabei spielt vor allem die Reduktion von Luftschadstoffen und Lärm eine wichtige Rolle.

Elektromobilität bedeutet für Städte viel mehr als den Austausch der Antriebstechnologien in Fahrzeugen. Besonders die Verknüpfung mit ÖPNV und Sharing-Angeboten wird für Bürger, Verwaltung und Wirtschaft einen immer größeren Stellenwert erlangen.

Quelle: http://wiki.iao.fraunhofer.de/images/studien/strategien-von-staedten-zur-eletromobilitaet.pdf, S. 16 und 62.

FAQ 4: Welche unterschiedlichen elektrischen Antriebskonzepte gibt es?

Unter elektromobilen Antriebskonzepten werden Pkws, Nutzfahrzeuge sowie Zweiräder verstanden, die einen Teil der Strecke rein elektrisch zurücklegen können.

Beispiele für elektromobile Antriebskonzepte sind der parallele Hybridantrieb, der Plug-In Hybrid, der serielle Hybrid, das batterieelektrische Fahrzeug und das Brennstoffzellenfahrzeug.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigt die folgende Grafik im Überblick:

Abbildung: Die Vielfalt elektromobiler Antriebskonzepte im Vergleich zum konventionellen Antrieb

Paralleler Hybrid: Kombination eines klassischen Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor zur Unterstützung des Fahrantriebs, Batterie ist durch Rekuperation aufladbar. In der Technik wird der Ausdruck Rekuperation für technische Verfahren zur Energierückgewinnung verwendet.

Plug-In Hybridfahrzeug (PHEV): Kombination eines klassischen Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor. Die Batterie ist an einem externen Energienetz aufladbar.

Serieller Hybrid / Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerung (REEV): Starker Elektromotor mit einer am Energienetz aufladbaren Batterie, modifizierter Verbrennungsmotor mit beschränkter Leistung zur Aufladung der Batterie.

Batterieelektrisches Fahrzeug (BEV): Starker Elektromotor mit einer am Energienetz aufladbaren Batterie, ohne Verbrennungsmotor.

Brennstoffzellenfahrzeug (FC): Energieträger Wasserstoff und Energiewandler Brennstoffzelle mit elektrischer Energie versorgt, verfügt ebenfalls über eine Batterie.

Quelle: www.muse.iao.fraunhofer.de/content/dam/iao/muse/de/documents/Aktuelles/strukturstudie-bwe-mobil-2011.pdf, S. 8.

FAQ 6: Schränkt die begrenzte Reichweite von Elektroautos im Alltag sehr ein?

 Die momentane Reichweite von rein batteriebetriebenen Elektroautos liegt je nach Modell in einem Bereich von etwa 100-200 Kilometern. Dabei ist allerdings zu beachten, dass ca. 82 Prozent der täglichen Pendler Distanzen zwischen 20 und 50 Kilometern zurücklegen. Nur ein kleiner Anteil (~ 5 %) der Pendler bewegt den PKW täglich über Distanzen von mehr als 100 Kilometern, 13 Prozent legen Distanzen zwischen 50 und 90 Kilometern zurück. Die durchschnittliche Tagesstrecke liegt bei etwa 44 Kilometern. Für die alltäglichen Fahrten zum Einkaufen und zur Arbeit sind Elektroautos damit voll und ganz geeignet. Für längere Strecken sind Brennstoffzellenfahrzeuge oder Hybridfahrzeuge geeignet, da sie bereits heute größere Strecken bewältigen können. Darüber hinaus werden derzeit im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität Schnelllademöglichkeiten entlang von Autobahnen erforscht, um auch längere Fahrten mit Batteriefahrzeugen komfortabel zu ermöglichen.

Quelle: www.materialsgate.de/de/mnews/11834/Studie+Elektroautos+im+Alltag+gut+geeignet.html

Quelle: www.hybrid-elektrofahrzeuge.de/elektroautos/index.html

Quelle: www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2008_Abschlussbericht_I.pdf

Quelle: www.statistik-portal.de/veroeffentl/Monatshefte/PDF/Beitrag10_04_07.pdf

FAQ 8: Sind Elektroautos genauso sicher wie herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor?

Die Stromspeicher von Elektrofahrzeugen stellen kein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Unfallforscher der Stuttgarter Dekra haben festgestellt, dass Elektro- und Hybridfahrzeuge mit Lithium-Ionen-Antriebsbatterien im Brandfall mindestens genauso sicher sind wie Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb. Die Batterien von Elektrofahrzeugen sind außerdem nach hohen Sicherheitsstandards besonders geschützt.

Quelle: http://ecube.livinglab-bwe.de

FAQ 9: Kann ich mit einem Elektroauto in jede Tiefgarage einfahren?

Ja. Der Gesetzgeber sieht hier keinerlei Einschränkungen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Batterie-, Brennstoffzellen oder Gasfahrzeuge) vor. In der Praxis kam es allerdings vor, dass Parkhaus-Betreiber per Hausrecht ältere Gasfahrzeuge ausgeschlossen haben. Mit den neuen Generationen dichter Drucktanks, wie sie in Brennstoffzellenfahrzeugen zum Einsatz kommen, sollte dies allerdings kein Thema mehr sein.

Mobiles Schulungszentrum Elektromobilität auf der Hannovermesse

Das „Mobile Schulungszentrum Elektromobilität“, ein Bildungsprojekt für Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 8 bis 13 und Teil des Schaufensters Elektromobilität Baden-Württemberg. Es wird von der Technischen Akademie Schwäbisch Gmünd angeboten und präsentiert sich vom 7. bis zum 11. April 2014 auf der Hannover Messe. Mehr …

Online Schaufenster Elektromobilität

Das Online Schaufenster stellt für das Verbundvorhaben LivingLab BWe mobil den zentralen digitalen Kommunikationskanal zu Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft dar.

Online-Umfrage: Mobilität im Großraum Stuttgart

Im Rahmen des Verbundprojekts Stuttgart Services, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, untersuchen die Wissenschaftler des Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Universität Ulm, in einer anonymen Onlineumfrage, das aktuelle und zukünftige Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger im Großraum Stuttgart. Von besonderem Interesse sind dabei die gesellschaftlichen Veränderungen, die sich auf neue Mobilitätskonzepte zurückführen lassen. Mehr …

Projekte des LivingLab BWe mobil machen Elektromobilität erfahrbar

Anlässlich der offiziellen Auftaktveranstaltung wurden die Projekte des LivingLab BWe mobil in kurzen Filmen vorgestellt. Dazu wurden die Projekte in verschiedene Kategorien aufgeteilt, die das System Elektromobilität abbilden: „Geschäftsmodelle entwickeln und Fahrzeuge auf die Straße bringen“, „Nutzerkreis erweitern im intermodalen Mobilitätssystem“, „Bürger qualifizieren, informieren und mitnehmen“ und „System Elektromobilität verändert unsere Lebenswelt“. Unter folgendem Link finden Sie aber auch die Einzelfilme der Projekte: http://vimeo.com/emobilbw/channels. Mehr …

Schauwerkstatt Elektromobilität

Die Schauwerkstatt will bei einer breiten Öffentlichkeit für Elektromobilität werben. Neben einer hochmodernen Leistungsschau ist sie gleichzeitig auch Schulungs- und Musterwerkstatt. Sie bietet den geeigneten Hintergrund für Veranstaltungen und Lehrgänge.

Weltrekord für die längste Elektroauto-Parade der Welt geknackt

Das Schaufenster Elektromobilität in Baden-Württemberg präsentiert in Stuttgart elektromobile Vielfalt

Die längste Elektroauto-Parade der Welt ist am Wochenende durch Stuttgart gefahren. Am Samstag kam ein nicht enden wollender Strom von elektrisch betriebenen Fahrzeugen vor dem Mercedes-Benz-Museum in der Landeshauptstadt zusammen. Gemeinsam machte man sich auf den 3,5 Kilometer langen Kurs rund um den Neckarpark zum Wasengelände. Mehr …

Weltrekord-Video – Der offizielle Film

Video zum neuen Weltrekord im baden-württembergischen Schaufenster Elektromobilität: Mit einem Korso von 481 rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist der bisherige offizielle Weltrekord des Guinness Book of Records in Stuttgart deutlich übertroffen worden. Die alte Marke lag bei 305 Elektro-Fahrzeugen. Mehr …