Updated: April 21 2026

Fahrende Litfaßsäule


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Wird auf einem Fahrzeug großflächig Werbung angebracht, so spricht man auch von fahrenden Litfaßsäulen. Im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Finanzierung des Bürgerbusses bzw. e-Bürgerbusses sowie des Bürgerbusvereins ist die Vermietung von Werbeflächen auf dem Fahrzeug von hoher Bedeutung.

Beispiel für Werbefolien – Seitenansicht (hier: Bürgerbusverein Salach)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Außenwirkung

Durch die hohe Präsenz von Bürgerbussen auf den Straßen einer Kommune – in der Regel werktags während den Geschäftsöffnungszeiten – bieten sich Büergerbusse an, um auf den nicht geglasten Außenflächen Werbung anzubringen. Neben den Mitgliedern des Bürgerbusvereins, den Fahrern und Fahrgästen werden so auch Bürger der Kommune sensibilisiert. Dabei ist hier nicht die Außenwirkung des Bürgerbusses an sich (für die Bewerbung des Bürgerbusses) gemeint, sondern die Außenwirkung der Werbung (für die Bewerbung der zu sehenden Unternehmen/Kooperationspartner), welche meist auf bedruckten bzw. beschichteten Folien angebracht wird.

[Bearbeiten] Werbung als Einnahmequelle

Beispiel für Werbefolien – Heckansicht (hier: Bürgerbusverein Ebersbach)

Einnahmen durch Werbung stellen einen Baustein der Grundfinanzierung eines Bürgerbusvereins dar. Dabei wird in der Regel die Fläche auf dem Fahrzeug in unterschiedlich große und optisch noch ansprechende sowie sichtbare Partitionen unterteilt, die an interessierte Gewerbetreibende vermietet werden können.

[Bearbeiten] Werbepartner

Als Werbepartner bieten sich Unternehmen und Gewerbetreibende der Kommune an, in der der Bürgerbus fährt. So wird die Zielgruppe der Gewerbetreibenden direkt vor Ort angesprochen. Als potenzielle Partner kommen daher exemplarisch folgende in Betracht:

  • Örtliche Niederlassungen von Banken, Sparkassen und Volksbanken
  • Regional ansässige Bäckereien
  • Metzger
  • Kfz-Händler und -Werkstätten
  • Betreiber von Senioreneinrichtungen
  • Betreiber von Pflegediensten
  • Spielzeugfachgeschäfte
  • Blumenhändler
  • Lebensmitteleinzelhändler
  • Optiker
  • Ärzte
  • Frisöre

Darüber hinaus kommen auch regionale Verbände wie bspw. die Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der Landfrauenverband in Frage. Unter Umständen sind auch lokal ansässige Vereine an einer Partnerschaft interessiert, sofern die öffentliche Präsenz auf dem Fahrzeug monetär durch den Verein gestemmt werden kann.

[Bearbeiten] Konditionen

Die Konditionen für die Anbrigung von Werbefolien auf dem Bürgerbus müssen individuell vereinbart werden, sodass hier keine allgemeingültigen Hinweise gegeben werden können. Bezüglich der Preisfindung kann jedoch festgehalten werden, dass einige Werbepartner aufgrund der Begeisterung für den Bürgerbus gerne bereit sind, eine höhere als die veranschlagte Miete zu zahlen. Um solche Kooperationen auszuhandeln sollten persönliche Beziehungen der Vereinsmitglieder zu potenziellen Partnern für eine aktive Ansprache genutzt werden.
Für die Vermietung wird häufig ein flächenabhängiges Mietmodell gewählt – eine größere Darstellung bspw. eines Firmenlogos zieht eine höhere Miete nach sich als eine kleinere Darstellung. Um den Verwaltungsaufwand für den Bürgerbusverein möglichst gering zu halten, sollten jährliche Mietzahlungen im Voraus vereinbart werden und die Mietkonditionen in Form eines Vertrags möglichst schlank gehalten weden.

[Bearbeiten] Andere Formen der Außenwirkung

Beispiel für Folienanbringung – Seitenansicht (hier: e-Smart des Fraunhofer IAO)

Sind Fahrzeuge im Rahmen von Forschungsprojekten oder durch andere Gelder der öffentlichen Hand (teil-)finanziert, so erwarten die Geldgeber in der Regel eine Würdigung ihrer Unterstützung in Form einer prominenten Platzierung auf dem Fahrzeug. Insbesondere bei Forschungsprojekten mit vielen Projektpartnern kann so ein nicht unerheblicher Teil der Werbefläche im Voraus vorbelegt sein. In einem solchen Fall ist anzustreben, dass beispielsweise die Logos der Geldgeber ausschließlich auf einer Seite des Fahrzeugs (Front, Heck) platziert werden, um noch ausreichend Flächen anderweitig vermieten zu können.

[Bearbeiten] Anbringung

Wichtig bei der Anbringung solcher Werbefolien ist, dass verglaste Flächen (Fenster) vollständig frei bleiben, um den Fahrgästen den Blick nach draußen nicht zu versperren. Transparente Folien auf verglasten Flächen sind nicht zu empfehlen, da die Sicht der Fahrgäste dadurch erheblich beeinträchtigt wird. Solche Folien können durch spezialisierte Anbieter bezogen und bspw. durch einen örtlichen Kfz-Betrieb fachgerecht angebracht werden.






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