Updated: April 21 2026

Elektromobilität am Arbeitsplatz – halböffentliches Laden an Unternehmensstandorten – charge@work

Im Rahmen des Projekts entstehen an insgesamt fünf Standorten der Daimler AG im Raum Stuttgart Ladestationen für Elektrofahrzeuge, um das intelligente Laden von Privat- oder Firmenfahrzeuge der Mitarbeiter, Besucher, Lieferanten und des Werksverkehrs standortübergreifend zu ermöglichen. Außerdem baut das Fraunhofer IAO zusätzlich auf dem Institutsgelände einen Micro-Smart-Grid-Demonstrator auf, um integrierte Energiesysteme zu simulieren und wissenschaftlich zu begleiten. Das Parkhaus des Fraunhofer-Geländes dient damit als Forschungsparkhaus. Der Fokus des Projekts liegt zum einen auf den komplexen Nutzungsmodalitäten, die innerhalb des Konzerns durch unterschiedliche Fahrzeug- und Nutzergruppen abgebildet werden können und zum anderen auf der Erforschung und Implementierung eines intelligenten Lade- und Lastmanagements zur Sicherstellung effizienter Ladevorgänge und Vermeidung von Lastspitzen.

Ziele und Ergebnisse des Projekts


Mit der Umsetzung des Projekts schaffen die Projektpartner eine standortübergreifende Ladeinfrastruktur, die ein hohes Maß an Koordination erfordert, da dabei einer Vielzahl von Anforderungen Rechnung getragen werden muss. Als Projektleiter führt die Daimler AG das Projekt gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO und dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart durch. Der Fokus liegt auf den nachfolgenden Zielen:
• Untersuchung der Anforderungen an das Energiemanagement durch komplexe Nutzungsmodalitäten und verteilte Intelligenz der Ladestationen
• Modellierung des Systems in einem Micro-Smart-Grid-Demonstrator anhand der Realdaten, Simulationen und Parameteranpassungen zur Erforschung von Optimierungspotenzialen
• Aufbau einer intelligenten Ladeinfrastruktur an fünf Standorten der Daimler AG und informationstechnische Vernetzung der Ladestationen zur zentralen Überwachung und Steuerung des Energiebedarfs
• Implementierung eines Lade- und Lastmanagementverfahrens zur intelligenten Integration von Elektrofahrzeugen in das bestehende Energiesystem an den Werksstandorten
• Gewährleistung eines transparenten Abrechnungskonzepts zur verursachungsgerechten Allokation der Stromkosten sowie Anbindung und Integration an die bestehenden IT-Systeme
Mittelfristig soll aus den Erkenntnissen dieses Projekts die Möglichkeit der kostendeckenden Nutzung von Elektrofahrzeugen aufgezeigt werden. Dazu untersuchen die Projektpartner, welche Anforderungen sich für große Ladeinfrastruktursysteme ergeben und wie diese erfolgreich in das bestehende Energiesystem eingebunden werden können. Anhand der Erkenntnisse aus den Simulationen des Micro-Smart-Grid-Demonstrators sollen Geschäfts- und Marktmodelle entwickelt und evaluiert werden. Im Vordergrund steht hierbei stets das Elektrofahrzeug als regelbarer Verbraucher zur Steigerung der Energieeffizienz.

Inhalte und Vorgehensweise des Projekts


Über den Projektzeitraum von drei Jahren erfassen die Verbundpartner in einer Analyse der Ausgangssituation alle rechtlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen, um die Anforderungen für die Projektumsetzung festzulegen. Dabei werden die Schnittstellen zwischen den einzelnen Bereichen ausgearbeitet, definiert und somit ein ganzheitliches Systemkonzept erstellt.
Weiter wird neben der Standortwahl und der Festlegung der erforderlichen elektrotechnischen und baulichen Maßnahmen zum Aufbau der Ladeinfrastruktur auch ein Datenmanagementkonzept und ein Abrechnungssystem entwickelt. Ein zentraler Aspekt ist das hohe Maß an Standardisierung, so dass dieses Vorhaben langfristig auch an weiteren Standorten umgesetzt werden kann.
Gleichzeitig wird auf dem Gelände des Fraunhofer IAO der Micro-Smart-Grid-Demonstrator aufgebaut, um das gesamte Vorhaben zu simulieren und anhand unterschiedlicher Betriebsparameter beeinflussen zu können. Hieraus gewonnene Erkenntnisse werden an das Produktivsystem zurückgespiegelt und entsprechend umgesetzt. Ziel hierbei ist es, auch bereits lokale regenerative Energieerzeuger, lokale Energiespeicher und lokale steuerbare Energieverbraucher einzubinden und die Auswirkungen auf das Gesamtsystem zu betrachten. Mit Hilfe dieses Modells entwickeln die Projektpartner ein übergeordnetes Lade- und Lastmanagement, das im Rahmen der fünf Standorte zum Einsatz kommen wird. So wird auch ein Prognosemodell zur Prädiktion des benötigten Energiebedarfs abgeleitet und mit den gewonnenen Erkenntnissen kontinuierlich weiterentwickelt.

Die große Anzahl an Fahrzeugen, die Vielzahl der unterschiedlichen Nutzungsmodalitäten und die verschiedenen Standorte liefern eine breite Datenbasis für den geplanten Feldtest. So können die Projektpartner zahlreiche Informationen erheben und Verbesserungspotenziale erarbeiten, um das Nutzungskonzept sowie die Ladeinfrastruktur entsprechend zu optimieren.

Laufzeit


01.11.2012
bis
31.10.2015

Ort


Epplestraße 225, 70567 Stuttgart

Links


  • Daimler elektrifiziert das Ländle

Dateien und Dokumente


Partner des Projektes


Daimler AG
Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO)
Universität Stuttgart – Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT

Ansprechpartner


Daimler AG
Epplestraße 225, 70567 Stuttgart
Michael Schiebe, Tel.: 0711-1776125,
Email: [email protected]




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